Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung e. V. (NWA)
im ANGLERVERBAND NIEDERSACHSEN
- anerkannter Naturschutzverbund -
Abendimpressionen am Niedringhaussee
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Stehend von rechts: August Meimann, 2. Vors. J├╝rgen Lindemann und Friedhelm Schotemeier bei der Verlosung der Gutscheine
Die traditionellen Gemeinschaftsfischen der NWA - Anangeln, Zwischenangeln und Abangeln - sollen zuk├╝nftig als Hegefischen durchgef├╝hrt werden, beschloss der Gesamtvorstand auf seiner j├╝ngsten Sitzung. Hintergrund dieser Entscheidung ist die Aussage von Fischereibiologen, ÔÇ× gut organisierte Hegefischen bringen bessere Erkenntnisse ├╝ber die Artenvielfalt und den Zustand eines Gew├Ąssers als ElektrofischenÔÇť. Mit der Verlosung von Gutscheinen - unabh├Ąngig von den Fangergebnissen ÔÇô , einer anschlie├čenden Verk├Âstigung und einer geselligen Jahresabschlussveranstaltung nach dem Abangeln am Linner See im Herbst des Jahres soll die Attraktivit├Ąt der Gemeinschaftsfischen au├čerdem erh├Âht werden, um gen├╝gend Teilnehmer f├╝r die Hegefischen zu gewinnen. Denn je mehr Angler teilnehmen, desto aussagekr├Ąftiger sind die Erkenntnisse ├╝ber den derzeitigen Fischbestand und evtl. anzuschiebender Ma├čnahmen. Daf├╝r bewilligte der Gesamtvorstand die Verdreifachung des bisherigen Zuschusses. Der Eigenanteil der Teilnehmer soll zuk├╝nftig f├╝nf anstatt zwei Euro betragen.

Als Test dieser Entscheidung diente das Anangeln, dass im April am Mittellandkanal in Kalkriese als Hegefischen zur Bestandsregulierung der invasiven Schwarzmundgrundel und zur Bestandserfassung des Beifangs durchgef├╝hrt wurde.

Ziel der Bestandsregulierung war die Reduzierung der invasiven Schwarzmundgrundel , da sie als intensiver Laichr├Ąuber den Bestand der heimischen Fischarten gef├Ąhrdet. Insbesondere sollte so dem Zander vor seiner Laichzeit eine bessere Fortpflanzung erm├Âglicht werden.
Ziel der Bestandserfassung war die Erlangung von Daten zur Erf├╝llung des gesetzlichen Hege- und Pflegeauftrags. Insbesondere sollten Erkenntnisse gewonnen werden, welche Auswirkungen die Invasion der Schwarzmundgrundel auf die Entwicklung der ├╝brigen Fischarten hat.

Insgesamt wurden bei dem Hegefischen 557 Fische gefangen, davon 334 Schwarzmundgrundeln, das sind 60 Prozent des Gesamtfangs, 223 Pl├Âtze, ├╝berwiegend 13 ÔÇô 22 cm lang, und nur ein Aal und zwei Ukelei.

Die Auswertung der Fangergebnisse brachten die Erkenntnisse, dass die Pl├Âtze bis auf wenige Ausnahmen gesund und gut gen├Ąhrt waren. Die Gew├Ąsserdaten zeigten keine Auff├Ąlligkeiten. Das l├Ąsst darauf schlie├čen, dass der Mittellandkanal in dem Bereich intakt ist und eine gute Nahrungsgrundlage bietet. Es wurde aber deutlich mehr Schwarzmundgrundeln als beigefangene Fische gefangen. Dass l├Ąsst darauf schlie├čen, dass sich die Schwarzmundgrundel bereits existenzbedrohend f├╝r andere Fischarten ausgebreitet hat.

Als Schlussfolgerung des Hegefischens bleibt festzuhalten:
1. Die Allgemeine Bestimmung, dass gefangene Schwarzmundgrundeln zu entnehmen und nicht anderweitig verbracht werden d├╝rfen, wird aufrecht erhalten.
2. Der Bestand der Schwarzmundgrundeln muss weiterhin mittels Hegefischen reduziert werden.
3. Es ist zu pr├╝fen, ob der Bestand der Schwarzmundgrundeln durch den gezielten Besatz von nat├╝rlichen Feinden wie Quappen reduziert werden kann.
4. Die Entwicklung der Fischbest├Ąnde soll auch weiterhin mittels Hegefischen beobachtet werden.

Das n├Ąchste Hegefischen (Zwischenangeln) findet am Zuleiter statt. Interessierte Teilnehmer k├Ânnen sich im internen Bereich ├╝ber das Ziel und die Durchf├╝hrungsregeln informieren.
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