Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung e. V. (NWA)
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Hobbyangler macht fette Beute im Rubbenbruchsee
( Von Sebastian Stricker (NOZ) vom 18.07.2017 )

Anglerglück in Osnabrück: Fabian Fröchtenicht (links) und Krischan Omerov-Köhne posieren mit dem Wels, den sie aus dem Rubbenbruchsee gezogen haben. Foto: Fröchtenicht
OsnabrĂĽck. Die Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung (NWA) in Wallenhorst-Rulle spricht von einem der dicksten Fische, die jemals in ihren Vereinsgewässern gefangen wurden. Und das Einzugsgebiet der NWA – nach eigenen Angaben mit 8600 Mitgliedern Deutschlands zweitgrößter Angelverein – ist nicht gerade klein: Es erstreckt sich ĂĽber 100 Quadratkilometer und reicht von Minden-LĂĽbbecke bis Rheine sowie vom Teutoburger Wald bis Lohne/Dinklage.

„Ein Wels dieser Größe ist für unsere Gewässer außergewöhnlich“, sagte Vereinsvorsitzender Hans Macke. Nach Angaben der NWA wurde der nacht- und dämmerungsaktive Raubfisch bereits am 12. Juli 2017 im Rubbenbruchsee gefangen. Als Köder diente ein Gummifisch.

Wie der seltene Fang glückte, schilderte Hobbyangler Fabian Fröchtenicht (30) am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion. Er sei am Mittwoch gemeinsam mit seinem Cousin Krischan Omerov-Köhne zum Angeln gegangen –und das auch nur, weil der Neunjährige ihn überredet habe. „Ich hatte eine Zwölf-Stunden-Schicht hinter mir und wollte eigentlich ausspannen.“ Doch dazu sollte der Mitarbeiter eines großen Industriedienstleisters an diesem Abend nicht wirklich kommen – im Gegenteil. Denn nach drei Stunden, in denen sich laut Fröchtenicht am Wasser nichts tat, war es mit der Ruhe am Rubbenbruchsee vorbei.

Gegen 21.30 Uhr habe seine Rute plötzlich in Ufernähe angeschlagen. Und zwar heftig. Ihm sei der Schreck in die Glieder gefahren, als er das Tier an der Oberfläche erspäht habe, gesteht der Hobbyangler, und er sei zunächst auch skeptisch gewesen, seine fette Beute landen zu können. Was dann folgte, fasst der 30-Jährige, der bereits als Kind mit seinem Vater angeln ging, so zusammen: „Ich habe eine Dreiviertelstunde lang mit dem Fisch Tauziehen veranstaltet.“

Buchstäblich auf Biegen und Brechen versuchte der Wels, seinem Jäger zu entkommen. Immer wieder schwamm er im Zickzack weit hinaus, nahm dem Angler dabei bis zu 100 Meter Schnur von der Rolle. Immer wieder kurbelte Fröchtenicht ihn wieder heran. Und zwar mit allergrößter Vorsicht. Denn auf einen Fisch dieses Kalibers waren der 30-Jährige und sein junger Helfer nicht vorbereitet. Auf Hecht oder Barsch hatten sie es ursprünglich abgesehen – und die Angeltasche fürs Blinkern entsprechend leicht gepackt.

Nun aber, mit einem 40-Kilo-Wels am Haken, musste sich Fröchtenicht um seine Ausrüstung ernsthaft sorgen. „Ich habe gebetet, dass das Material hält!“ Der Hobbyangler ist sicher: „Wenn ich die Bremse zugemacht hätte, wäre sofort die Rute gebrochen oder die Schnur gerissen. So ein Fisch bestraft jeden Fehler!“ Mithin sei ihm nichts anderes übriggeblieben, als seinen Kontrahenten müde zu kämpfen.

Unter den Blicken zahlreicher Schaulustiger, die das Treiben am Ufer verfolgt hatten, brachten er und sein Cousin den ausgedrillten Wels schließlich mit einem sogenannten Wallergriff an Land. Dabei wird der Fisch am Unterkiefer gepackt und mit den Händen aus dem Wasser gezogen. Jetzt, einige Tage nach dem kapitalen Fang, liegt der Wels bereits filettiert in der Tiefkühltruhe. Fröchtenicht: „Da wird die Familie eine Zeit lang was von haben.“
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Wels gelandet: Fabian Fröchtenicht (rechts) und sein Cousin Krischan Omerov-Köhne glückte am Rubbenbruchsee der Fang ihres Lebens. Foto: Marko Freckmann


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