Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung e. V. (NWA)
im ANGLERVERBAND NIEDERSACHSEN
- anerkannter Naturschutzverbund -
Abendimpressionen am Niedringhaussee
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NWA mit Stand vertreten
( Haseauenverein (Björn Dewert) und Eigenbericht / Fotos Birgit BrĂŒggemann vom 05.09.2017 )

Harry Ferch und Uwe Wageringel von der Biologischen GewÀsserkommission (NWA) im GesprÀch mit Besuchern
Seit nun 20 Jahren besteht der Verein zur Revitalisierung der Haseauen und setzt sich fĂŒr die Wiederherstellung naturnaher Auen und ihren Funktionen fĂŒr den Landschafts- und Naturhaushalt ein. Dies wurde nun am 1. September 2017 auf dem GelĂ€nde des Kloster Malgartens bei Bramsche direkt an der Hohen Hase gefeiert. Dabei wurde die NiedersĂ€chsisch-WestfĂ€lische Anglervereinigung e. V. (NWA) - auch Mitglied im Haseauenverein - von den beiden Vorsitzenden, Hans Macke und JĂŒrgen Lindemann, vertreten.

Die Festveranstaltung in der Konzertscheune wurde von Ludger Pott moderiert. Landrat Dr. Micheal LĂŒbbersmann vom gastgebenden Landkreis OsnabrĂŒck begrĂŒĂŸte die Anwesenden. In seiner Rede hob er hervor wieviel der Verein an der Hase möglich gemacht hat. FĂŒr den 1. Vorsitzenden des Landkreis Emsland sprach in diesem Rahmen Erster Kreisrat Martin Gerenkamp. Er lobte die ĂŒberregionale Zusammenarbeit verschiedener Fachplanungen wie Naturschutz, Landwirtschaft, Hochwasserschutz und Tourismus. Auch das Land Niedersachsen war mit der StaatssekretĂ€rin Almut Kottwitz vertreten. Sie lobte vor allem „das Engagement des Vereins fĂŒr den Natur- und Umweltschutz“, besonders im Blick auf die landesweite „Umsetzung europĂ€ischer Richtlinien“. Den Festvortrag hielt Werner Wahmhoff, Stellvertretender GeneralsekretĂ€r der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. „Wir haben die WasserqualitĂ€t in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert – ein Erfolg ganz im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie. Handlungsbedarf sehe ich noch bei der Strukturierung der FließgewĂ€sser und der Auen“, sagte Wahmhoff.

GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Björg Dewert warf in Ihrem Vortrag einen RĂŒckblick auf 20 Jahre VereinstĂ€tigkeit. Bereits im Jahr 1996 kamen verschiedene Vertreter der Unteren Naturschutzbehörden einiger benachbarter Landkreise zusammen, um großrĂ€umig Projekte an der Hase zu realisieren. Aus der Gemeinschaft der Landkreise OsnabrĂŒck, Emsland, Cloppenburg, der Stadt OsnabrĂŒck und Steinfurt und der Landwirtschaftskammer Weser-Ems wurde der Verein gegrĂŒndet und besteht nun seit 1997 als eingetragener gemeinnĂŒtziger Verein. Im Vortrag wurden viele Projekte an der Hase und an ihren NebenflĂŒssen von der GrĂŒndung bis heute vorgestellt.

Die musikalische Begleitung ĂŒbernahmen SchĂŒler der Gesamtschule Schinkel unter der Leitung von RĂŒdiger Quast. Sie spielten Lieder ĂŒber die Hase die vor einigen Jahren von SiebtklĂ€sslern selbst komponiert wurden. In den Liedern sind nicht nur die positiven Seiten der Hase zur Sprache gekommen, sondern auch einige Probleme. So hieß es in einem Lied, dass die Hase doch so verdreckt sei das kein Tier dort leben möchte. Durch diese musikalische Ausgestaltung wurde auch der Wandel des ökologischen Zustandes der Hase deutlich. „Begradigung ist Mist“ sangen die JazzsĂ€ngerinnen an anderer Stelle.

Weiterhin gratulierten die Vertreter der Kreise Cloppenburg, Steinfurt und Vechta sowie der kreisfreien Stadt OsnabrĂŒck und Sigrid Rakow von der NiedersĂ€chsischen BINGO Umweltstiftung. Zu den zahlreichen Teilnehmern gehörten auch weitere Vertreter der Landkreise, StĂ€dte und Gemeinden, der Mitgliedsinstitutionen sowie ehrenamtliche Akteure z.B. aus den FischereiverbĂ€nden im Einzugsgebiet der Hase.

Nach den VortrĂ€gen gab es ein großes Angebot an InfostĂ€nden auf dem anliegenden GelĂ€nde des Klosters sowie Verpflegung fĂŒr das leibliche Wohl. JĂŒrgen Christiansen von der Biologischen Station Haseniederung vermittelte mit zwei Helfern Interessantes zu Fauna und Flora der Haseniederung mit diversen Aktionen zum Mitmachen.

Auch die NiedersÀschsich-WestfÀlische Anglervereinigung e. V. (NWA) war mit einem Stand zugegen. Der Verein widmete sich an diesem Tag hauptsÀchlich invasiven Arten wie der Schwarzmundgrundel und dem Signalkrebs, die sich immer weiter im Haseeinzugsgebiet ausbreiten und heimische Arten bedrÀngen. Dabei wurden LösungsansÀtze und Informationen mit interessierten Besuchern ausgetauscht, wobei sogar Grundeln verkostet werden konnten.

Mit Horst Wieting waren auch die Landesforsten Ankum vertreten. An seinem Infostand informierte er ĂŒber Waldentwicklung und Waldprojekte mit SchĂŒlern. Das rollende Umweltlabor GrashĂŒpfer des Museums am Schölerberg lud mit Mikroskopen und Lupen zum Entdecken der kleinen Flußbewohner ein. Der Haseauenverein prĂ€sentierte bereits abgeschlossene sowie laufende Projekte. Sechs neue Roll-Ups informierten ĂŒber die Aufgaben und Ziele des Vereins. Diese bilden eine Wanderaustellung und werden in den nĂ€chsten Jahren von Melle bis Meppen unterwegs sein. Drei wunderbar illustrierte Plakate vermitteln anschaulich Themen der Wasserrahmenrichtlinie. Sie wurden ebenso verteilt wie Gratis-Postkarten mit traumhaften Motiven der Hase und ihrer NebenflĂŒsse.
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GĂ€ste der JubilĂ€umsveranstaltung mit dem 1. Vorsitzenden Hans Macke (außen rechts)



NWA-Mitglied Helmut Schaumburg prÀsentiert seine schmackhaften Schwarzmundgrundeln



NWA-GewĂ€sserwart Uwe Wageringel informiert ĂŒber den Krebsbestand der Nette


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