Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung e. V. (NWA)
im ANGLERVERBAND NIEDERSACHSEN
- anerkannter Naturschutzverbund -
Abendimpressionen am Niedringhaussee
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Ein zeitlich befristetes Aalfangverbot hat der Europ√§ische Rat am 13. Dez. beschlossen. Das Fangverbot von Aalen von 12 cm und mehr soll von den Mitgliedsstaaten selbst festgelegt werden und f√ľr einen ununterbrochenen Zeitraum von drei Monaten zwischen dem 1. Sept. 2018 und dem 31. Jan. 2019 liegen. Damit folgt der Rat den Empfehlungen der Europ√§ischen Kommission nur teilweise, die ein komplettes Aalfangverbot im Binnenland sowohl f√ľr die Berufs- als auch f√ľr die Freizeitfischerei vorgeschlagen hatte.

Seit den 1980er Jahren ist die Zahl der Jungaale, die aus dem Laichgebiet im Saragossameer im Golf von Mexiko in unsere europ√§ischen Fl√ľsse wandern, um mehr als 95 Prozent zur√ľckgegangen. Deswegen gilt der Aal heute als vom Aussterben bedroht. Die Angler daf√ľr verantwortlich machen zu wollen und sie mit restriktiven Auflagen zu versehen, ist aber der falsche Weg. Deswegen stie√ü das geplante ganzj√§hrige Aalfangverbot bei vielen Fischereiverb√§nden, so auch der NWA Osnabr√ľck e. V. auf gro√ües Unverst√§ndnis. Die Hauptursachen des Problems liegen vielmehr in der immer noch fehlenden Durchg√§ngigkeit von Gew√§ssern, dem Betrieb von Wasserkraftanlagen, die explosionsartige Zunahme der Kormoranbest√§nde und des Schwarzhandels von Glasaalen nach Asien.

Ein komplettes Aalfangverbot f√ľr die Freizeitfischerei w√§re kontraproduktiv, weil gerade die Angelverb√§nde diejenigen sind, die mit gro√üem Engagement und finanziellem Aufwand den Bestand des Aals erhalten und entwickeln. So wurden in den Vereinsgew√§ssern der NWA in den letzten zehn Jahren √ľber eine Million Glas- und Farmaale ausgesetzt. Alleine 2017 waren das 18 kg Glasaale im Wert von 12.600 Euro und 267 kg Farmaale im Wert von 14.685 Euro. Welcher andere Natur- oder Umweltschutzverein wendet so viele Mitgliederbeitr√§ge auf, um eine bedrohte Art zu erhalten? Ein ganzj√§hriges Aalfangverbot w√ľrde die Aktivit√§ten vieler Anglervereine zur Erhaltung des europ√§ischen Aals beenden. Deswegen fordern wir im Einklang mit dem Anglerverband Niedersachsen e. V. :

"Keine weiteren Fang- und Besatzeinschr√§nkungen von Aalen in norddeutschen Binnen- und K√ľstengew√§ssern. Stattdessen Fortschreibung der aktuell g√ľltigen und erfolgreichen Aalmanagementpl√§ne mit intensiver Einbindung von Anglern und
Fischern."

Unsere alternative Lösungsvorschläge sind:
Intensivierung der Bem√ľhungen zur Wiederauff√ľllung der Aalbest√§nde durch:

1. Vollst√§ndige Unterbindung des illegalen Aalexports und damit Bestandssicherung von 115.000.000 (in Worten: einhundertf√ľnfzehn Millionen) Aalen j√§hrlich.

2. Keine Neugenehmigung von Wasserkraftanlagen und ein verpflichtendes Abschalten von Wasserkraftanlagen während der Blankaalwanderung und damit Sicherung von mindestens 20 % aller abwandernden Aale.

3. √úberf√ľhrung des Kormorans in den Anhang IIa der EU-Vogelschutzrichtlinie und
somit in die Liste der jagdbaren Arten.

4. Intensive F√∂rderung der Bem√ľhungen zur k√ľnstlichen Reproduktion und Produktion
von Speiseaalen. Im Falle der Marktreife besteht das Potential, jährlich 56.000.000
Wildaale der Bestandssicherung zuzuf√ľhren.





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Aalbesatz



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