Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung e. V. (NWA) gegründet 1918
Mittellandkanal Abzweig Stichkanal Osnabrück in Bramsche
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Die Hege und Pflege der Gewässer ist jedes Jahr wieder eine Herausforderung für unsere ehrenamtlichen Helfer. Angelstellen und Wege müssen freigeschnitten, Ufer und Randstreifen gemäht und Sandfänge gesäubert werden. Das sind nur die wichtigsten Unterhaltungsmaßnahmen, um ein müheloses Angeln zu gewährleisten. Dabei sind etliche Umweltauflagen und auch Witterungsverhältnisse zu beachten. Was bei einigen Anglern auch schon mal auf Unverständnis stößt. So soll wegen der Brut- und Setzzeit nicht vor dem 15. Juli gemäht und Bäume und Sträucher sollen erst ab dem 1. Okt. gefällt werden. Invasive Arten hingegen, wie das Drüsige Springkraut, sollte man eher bekämpfen, um ein Ausbreiten zu verhindern und ihren Bestand zurückzudrängen. Fingerspitzengefühl, Organisationstalent und manchmal auch ein „breites Kreuz“ sind hier gefragt.

Obwohl der Verein mittlerweile an die 12.000 Mitglieder zählt, bleibt diese wichtige Vereinsarbeit nur an einigen Mitgliedern hängen. Das liegt daran, dass sich immer weniger Mitglieder den Gruppen anschließen und die meisten aktiven Gruppenmitglieder inzwischen ein Alter erreicht haben, in dem körperliche Arbeit in der Form nicht mehr leistbar ist. Deswegen hier nochmal der Aufruf des Vorstandes an alle Mitglieder: „Bitte schließt euch den Gruppen an und seid bei der Hege und Pflege unserer Gewässer behilflich.“

Wo ehrenamtliche Arbeit an ihre Grenzen stößt, werden auch zunehmend Firmen mit den Unterhaltungsmaßnahmen beauftragt. So wurden im August die Sandfänge am Lordsee und den Dalumer Teichen entschlammt. Am Lordsee war das mit besonderen Anforderungen verbunden. Um die Schlammfänge gründlich reinigen zu können, musste zunächst das Wasser abgepumpt werden. Beim vorderen Schlammfang wurde dazu der Wasserzulauf aus dem Ankumer-Rüsseler-Mühlenbach unterbunden. Beim hinteren Schlammfang war das nicht möglich, da das Wasser des Schulbachs direkt in den Lordsee eingeleitet wird. Um das Wassser vorübergehend ableiten zu können, musste deswegen zunächst ein Graben erstellt werden. Das erforderte einen etwas größeren Eingriff in die vorhandene Vegetation. Der entnommene Schlamm soll nach dem Abtrocknen im Oktober auf dem Grundstück weiterverarbeitet werden. Damit niemand in die Schlammablagerungen fällt, wurden Gitterzäune aufgestellt und Warnhinweise angebracht. Als Ausgleich für den erforderlichen Eingriff in die Natur sollen dann Obstbäume gepflanzt und Wildblumensaat ausgesät werden.
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Mit Gitterzäunen abgesperrte Baustelle.



Selbst 2. Vorsitzender Jürgen Lindemann war sich nicht zu schade, mitanzupacken.


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