Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung e. V. (NWA)
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Abendimpressionen am Niedringhaussee
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Foto: JĂĽrgen Lindemann
Wie viele Baggerseen verfügt auch der Linner See über steil abfallende Ufer und einer ausgeprägten Strukturarmut unter Wasser. Um die Lebensbedingungen für Makrozoobenthos und Fische zu verbessern, wurden im Rahmen des Baggerseeprojektes über 100 Totholzbündel eingebracht und eine Flachwasserzone erstellt. Diese Maßnahmen haben sich hervorragend bewährt – wir haben darüber mehrfach berichtet. Deshalb will die NWA die Uferstrukturen des Linner Sees mit weiteren Aktionen aufwerten. Im Rahmen eines Pilotprojektes wurde dazu im Frühjahr diese Jahres Röhricht angepflanzt. Der mit der Planung und Durchführung beauftragte Leiter der Gewässerwarte, Uwe Wageringel, erläuterte den Mitgliedern der Biologischen Gewässerkommission die Bau- und Funktionsweise der sogenannten Uferbefestigung (siehe Foto).

Das ehemalige Spülfeld des Kies- und Sandabbaus am Südufer der Halbinsel im Linner See ist einem ständigen Wellenschlag ausgesetzt. Deshalb siedeln sich auf der Südseite der Halbinsel kaum Wasserpflanzen an. Hinzu kommt, dass die jungen Triebe von den Wasservögeln sofort abgefressen werden. Der Fischreichtum an diesem Uferstreifen hält sich deswegen in Grenzen.

Auf der Angelmesse in Lingen informierte sich Uwe Wageringel auf einem Stand der Firma „RIETMANN GEWÄSSERÖKOLOGIE“, die sich genau mit solchen Problemen befasst. Der Bau von Schilfinseln zum Schutz vor Kormoranen und Befestigungen von Ufern mit ausgewählten Röhrichtpflanzen zur Strukturverbesserung sind das Kerngeschäft dieser Firma. „Röhrichtstreifen passen gut in das Landschaftsbild, verursachen keine hohen Instandhaltungskosten und bieten vielen Arten Lebensraum über und unter Wasser“, heißt es in einem Prospekt dieser Firma. So wurden im Frühjahr vier Wasserpflanzenarten beschafft und im Rahmen eines sogenannten Pilotprojektes verpflanzt, um zunächst zu erforschen, welche Wasserpflanzen sich im Linner See bei dem vorhandenen Wellenschlag am besten entwickeln. Zum Schutz vor Wasservögeln wurde das Pflanzenfeld außerdem eingezäunt. Die Wasserpflanzen haben sich so gut entwickelt, dass sie sich auch schon außerhalb des eingezäunten Bereiches ausbreiten. Bald soll die Umzäunung beseitigt werden. Sollten sich die Wasserpflanzen auch dann noch halten, sind weitere Aktionen geplant.
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Foto: JĂĽrgen Lindemann


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